Herr Dr. Karl Schroeder (alias Charly) Eine große Liebe
Immer und überall dabei
unmögliche Stellungen
Schlafwache
Verschiedenes

  • Eine Woche nach Ostern 1995 fuhr ich von München nach Greifswald. Gegen 2200 Uhr hielt ich auf dem letzten Rastplatz vor der Ausfahrt Waren/Müritz (BAB19) an, um mir die Beine zu vertreten. Der Parkplatz war vollkommen leer ... bis auf - einen kleinen Hund.
    Da weder Tierschutz noch Polizei nach so einem Hund fahndeten, war dieser wohl offensichtlich "absichtlich vergessen" worden.
  • Im Gedenken an meine treue Katze, die mich wärend des Studiums begleitete, nannte ich ihn Charly.
    Charly war ausgesprochen ruhig und verhielt sich ganz und garnicht wie "Charly Brown" - Charly verhielt sich eher wie "Schroeder" (Peanuts).
    Damit wurde Charly zu Schroeder (alias "Charly Schroeder" alias "Karl Schroeder" alias "Herr Dr. Karl Schroeder").
    Die Hunderasse wurde als "Bonsai-Rottweiler" identifiziert (eigentlich müsste es eine Dachs-Bracke mit etwas Teckel sein).
    Das Alter wurde von zwei Veterinären auf 5-7 Jahre geschätzt.
    Schroeders ehemaliges "Zuhause" befand sich offenbar in einem (DDR-)Neubau, 2te Etage, Eingang Links (weil er in jedem Neubau dort stehen blieb).
  • Nachdem die Küstenbewohner Probleme mit meinem (bayerischen) Namen hatten, kam "Schroeder" gerade recht ...
    Mit der Zeit hieß alles nur noch Schroeder: Der Hund hieß Schroeder, das Schiff hieß Schroeder und im Yachtclub war ich selbst auch nur "der Schroeder".
  • Schroeder war wasserscheu: Er trat niemals in eine Pfütze - er starrte mich beim Duschen verständnislos an - und die Segelei hat er ziemlich sicher gehasst.
  • Schroeder fuhr ausgesprochen gerne Auto - am liebsten auf der Hutablage (auch im Mini-Cooper). Ich nehme an, daß er meine Kombis nicht so witzig fand.
  • Wenn ich im Server-Keller arbeitete, saß Schroeder mit seiner Decke in einem freien Fach und spielte 19-Zoll-Einschub (ca. 5-6 HE).
  • Im Spätsommer 1999 hatte Schroeder seinen ersten epileptischen Anfall.
    Das wäre bei Hunden nicht so selten - meinte der Tierarzt - und könne problemlos bis ins hohe Alter mit Medikamenten eingedämmt werden.
    Diese Anfälle traten dann etwa im Abstand von 3-6 Monaten auf. Im Laufe der Jahre wurde allerdings seine Reise-Apotheke immer reichhaltiger.
  • Seit der Geburt unserer Tochter lebte Schroeder mehrheitlich bei meinen Schwiegereltern - dort war auch alles viel besser:
    Bei Oma gab's in der Küche auch mal etwas Essbares "zwischendurch", und Opa hatte viel mehr Zeit für lange Spaziergänge.
  • In den letzten zwei Jahren wurde Schrödi sichtlich "alt".
    Das Knistern von Schokolade-Papier läßt ihn gänzlich unbeeindruckt und die Katzen-Jagd ist auch nicht mehr interessant.
    ... Auch die Anfälle kamen immer häufiger.
Am Vormittag des 11. Septembers 2006 ist er dann ein letztes Mal "umgekippt".
Danke, Schrödi, daß Du mir den "letzten Gang zum Tierarzt" erspart hast.
Hannelore, Sabine, Franziska, Klaus & Thomas